*21.01.1916 + nach 1980
Einer von denen, die sich nach dem Krieg in den Dienst des Wiederaufbaus stellten: Max Wollenschläger hatte noch beim alten 1.SV Gera begonnen und war unter anderem beim legendären Spiel gegen den Hamburger SV dabei. Anlässlich des 700-jährigen Bestehens der Stadt Gera hatte die Stadtelf damals ein 2:2 erzwungen. Wollenschläger kam nach dem Krieg zurück und als die BSG Gera-Süd 1949 das erste Finale um den FDGB-Pokal spielte, war er deren ältester Spieler. Diese Routine brachte er auch in die erste Oberligasaison 1949/50 ein. Obwohl er wegen Verletzungen nur 14 Spiele bestritt, sicherte seine Erfahrung die Klasse, denn es waren gerade die entscheidenden Partien am Ende der Saison. So rettete er im Spiel gegen Dessau (1:1) zweimal auf der Linie, der Punkt war am Ende Gold wert. Wollenschläger musste auch in der Folgesaison anfangs pausieren, spielte aber 28 der 34 Partien. Nach dem Sieg bei Einheit Pankow beendete er mit 35 seine Spielerlaufbahn. Er gehörte mit Fritz Zerrgiebel (*1915) und Kurt Golde (*1914) zu Geras alter Garde. Ab Mitte der 50er-Jahre arbeitete er als Trainer, unter anderem bei Motor Nordhausen, Chemie Zeitz und Einheit Elsterberg. Besonders lange arbeitete er bei Aktivist Bleicherode.
Wissenswertes
Wollenschläger agierte als klassischer Außenläufer im damaligen Spielsystem und war für die Pässe und die Arbeit nach hinten zuständig. Daher gelang ihm kein Tor. Allerdings traf er einmal ins eigene Netz. Er bestritt drei Spiele in der Thüringer Landesauswahl.
