Klaus Memmler, Trainer

*29.11.46

In Geras Trainerhistorie gab es einige Größen, aber einer trainierte ausschließlich die BSG und legte mit den Grundstein für ihren letzten Liga-Höhenflug: Klaus Memmler. Er hatte bereits als Spieler das orange-schwarze Trikot getragen, in der Liga kam er bis 1975 auf 37 Einsätze und zehn Tore, dazu half er oft in der II. aus. Er wurde nach Ende der Spielerkarriere Geschäftsführer. Als er als Trainer begann, wurde die DDR-Liga 1983/84 von fünf auf zwei Staffeln reduziert – nur die besten sechs kamen in die neue Liga. Nach einem wenig berauschenden Start mit nur einem Sieg und zwei deftigen Heimpleiten löste Memmler am 7. Spieltag Hans Speth ab. Damit wurde es besser und Gera erreichte souverän Rang 6. Die BSG begann mit Memmler auch in der gestrafften Liga, hatte aber keine Aufstiegschancen mehr. „Letztlich mussten wir die ganze Zeit die besten Spieler abgeben, da war es schwer, Kontinuität zu erreichen oder eine Spitzenmannschaft aufzubauen“, erzählt Memmler rückblickend. Der angestrebte Mittelfeldplatz wurde aber sicher erreicht und dazu machten die ersten Youngster von sich reden, etwa Matthias Jacob und der aus Hermsdorf gekommene Ralf Heuschkel. Dann übernahm Gerd Struppert die Mannschaft. Nach dem Beinahe-Abstieg 1985/86 verantwortete Struppert noch die folgende Hinrunde, in der Winterpause ging er zum 1. FC Union. Und Klaus Memmler sprang wieder als Feuerwehrmann ein und führte die Mannschaft noch auf Platz 8. In der Folgesaison wurde es wieder Rang 9. Unter Memmler gab es so gut wie nie Abstiegsängste, er schaffte stets solides Mittelfeld und brachte Stabilität ein, als es nötig war. Gezielt verstärkt, schafften seine Mannen in der Saison 1988/89 den letzten Höhenflug der BSG. Als der Verein 1997 in einer tiefen Krise steckte, sprang Memmler erneut ein und erreichte 1997/98 Platz 3 in der Thüringenliga.

Wissenswertes

Die Goldene Mitte ist Memmlers Bilanz in allen DDR-Spielzeiten anzusehen: 1983/84 wurde er 6. von 12 Mannschaften, 1984/85, 9 von 18, 1986/87, 8 von 18 und 1987/88 9 von 18. Er kam zweimal mitten in der Saison und beendete seine Arbeit stets am Saisonende. Klaus Memmler trainierte nie eine andere Mannschaft. Später war er Geschäftsführer eines Landtechnikunternehmens.