*16.06.1950

Geraer, die an der Spitze einer Fußball-Statistik stehen, sind selten. Heinz Zubek ist einer von ihnen. Er wurde 1981/82 Torschützenkönig der Liga – zusammen mit Peter Kaehlitz – und holte dazu 1976/77 die Krone in der Staffel E. Das beweist: Zubek war einer der besten Stürmer im BSG-Trikot. Zeigen konnte er das fast nur in der Liga. 1972 kam der Lobensteiner von Wismut Aue nach Gera, die sportliche Perspektive war hier besser. Er erwies sich als ein wichtiges Puzzle-Teil der Spitzenelf, die in den Folgejahren die Liga aufmischte und regelmäßig die Staffel E gewann. Schon in seiner zweiten Saison war er Geras zweitbester Torschütze, in der Aufstiegssaison 1976/77 traf er 17 mal und netzte in der Aufstiegsrunde noch dreimal ein. Die Oberligasaison spielte der Vollblutstürmer aber nicht einmal zur Hälfe, eine Verletzung bremste ihn aus. Nach dem Abstieg machte er weiter, trotz seiner Bestmarke von 22 Toren verpasste die BSG aber 1981/82 den Staffelsieg. Ein Jahr später bestritt er mit der BSG deren letzte Aufstiegsrunde. Die Saison 1983/84 war seine letzte – zumindest als Spieler. Denn Zubek wurde als Funktionär ähnlich wertvoll wie als Stürmer. Noch 1983 wurde er Nachwuchsleiter bei der BSG Wismut, ein Jahr später Geschäftsführer. Ab 1986 arbeitete er als Sektionsleiter Fußball. Ein Jahr später wechselte er zur BSG Elektronik und half dort beim Aufbau neuer Strukturen, 1988 stieg diese BSG in die Bezirksliga auf, 1989 holte sie den Bezirkspokal. Der 1990 daraus entstandene FC Blau-Weiß ist eine der Quellen der heutigen BSG Wismut.

Wissenswertes:

Zubek traf in 207 Liga-Spielen 94 Mal. Mehr Tore in der Liga gelangen keinem anderen Geraer Stürmer. Seine 33 Spiele in der Aufstiegsrunde werden nur noch von Kasten Heine übertroffen. Obwohl nur 1,73 groß, erzielte Zubek in sein letztes Tor per Kopf gegen die BSG Stahl Brandenburg.