Dirk Gottschalk
*10.02.1965
Ein Wismut-Spiel in den wilden 90er-Jahren war ohne Dirk Gottschalk quasi undenkbar. In dieser Zeit war er unumstrittener Hüter des Geraer Strafraums, auch wenn sein Karrierestart alles andere als berauschend war. Er debütierte mit 18 in der Saison 1983/84. Im FDGB-Pokalspiel gegen den FC Rot-Weiß Erfurt trug er maßgeblich zum Erfurter Sieg bei – er erzielte den ersten Erfurter Treffer. Hans Speth setzte ihn auf die Bank, eine Saison später spielte sich Gottschalk in die Elf und wurde ein solider Rückhalt. Die bis zu vier Wismut-Torhüter wechselten, so bestritt er in der Saison 86/87 nur zehn Spiele, aber es waren entscheidende, die Gera vom Tabellenende wegbrachten. In der Saison 1988/89 hielt er die BSG mit an der Ligaspitze. Mit der Wendesaison 90/91 hatte Gottschalk den Platz im Tor sicher, in der drittklassigen Oberliga Nordost hielt er souverän die BSG im Geschäft. Auch wenn es nach oben nicht reichte, so war der Klassenerhalt in nie gefährdet. Die Qualifikation für die neue Regionalliga wurde 1993/94 allerdings verpasst. Gottschalk spielte in Liga IV weiter und machte auch das Leipziger Abenteuer mit. Und er spielte trotz der schwierigen Situation die Saison 1995/96, wo er – erstmals – Tabellenletzter wurde.
Wissenswertes
Dirk Gottschalk machte in der Drittliga-Phase Geras die meisten Spiele: 90. Er spielte dabei vor 2450 Zuschauern gegen den Sachsen Leipzig ebenso wie vor 100 gegen den Suhler SV 06. Er bekam 1993 die Ehrennadel Sport der Stadt in Bronze
