Matthias Jacob

*3. April 1963

Er debütierte als einer der Jüngsten in der Männermannschaft und brachte Gera als Kapitän über die Wendezeit: Matthias Jacob spielte mit 17 zum ersten Mal und das dann gleich in der Oberliga-Aufstiegsrunde. Er erwies sich als grundsolider Stürmer und traf ab 1981/82 stets zweistellig – das weckte die Begehrlichkeiten in Aue, wo er ab der Rückrunde 84/85 Oberliga spielte und in der Folge zwischen I. und II. Mannschaft pendeln musste. 1989 kam er nach Gera zurück. In der turbulenten Wendezeit übernahm er Verantwortung und blieb, in einer Zeit, da viele andere Spieler das Weite im Westen suchten. 1992/93 erzielte er mehr als ein Drittel der Geraer Tore in der Oberliga Nordost und half so, die Klasse zu halten. Trotz Angeboten aus Zwickau und Plauen blieb Jacob, der viertbeste Stürmer der Staffel Süd, in Gera. Er war 1993/94 Kapitän und machte alle Spiele mit, mit 31 Oberliga-Toren zählt zu er 30 besten Stürmern dieser kurzlebigen dritten Spielklasse.  

Die weitere Zurückstufung in Liga IV machte er mit, arbeitete sogar als Spielertrainer und ließ sich das Leipziger Experiment noch gefallen, ehe er 1995/96 die letzte OL-Saison bestritt.

Wissenswertes:

Matthias Jacob ist Geras bester Drittliga-Stürmer: Mit 31 Toren in drei NOFV-OL-Spielzeiten führt er mit weitem Abstand vor Peter Kunzmann. Neben den 80 Spielen in Liga 3 bestritt er für die BSG noch 102 DDR-Liga-Spiele und schoss dabei 41 Tore.